Hier einige Bilder und ein kurzer Bericht von heutigen Morgen. Ich empfand die Situation und die etwas ziellose Demonstration rund um die Liebigstraße als Ausdruck von Ohnmacht gegen das was in der Liebig14 passierte. Die Polizei unterstütze das „durch die Straßen“ ziehen wo es ging. Immer wenn die Situation zu passiv wurde, begannen sie irgendeinen Grund zu finden, warum gerade hier zu stehen jetzt nicht geht und „alle da rüber“ gehen sollen. Dort begann dann nach einer Weile das gleiche Spiel.

Meinem Eindruck nach verlief der Vormittag im Verhältnis zum Samstag friedlicher. Und doch gab es wieder einige Steinwürfe gegen die Polizei. Diese „rächte“ sich dann am Mittag in dem sie offensichtlich als Antwort eine kleine Gruppe spontan kesselte und in einem mindestens 3 Stündigen Verfahren die Personalien feststellte. Ein absurde Situation. Die Gruppe lief völlig gewaltfrei die Bänschstraße entlang, als eine Gruppe von ca. 5 PolizistInnen an ihnen vorbei lief und sich umdrehte um die Straße zu sperren. Den etwa 5 PolizistInnen gelang es an der Kreuzung zur Proskauer Str. tatsächlich etwa 50-100 Menschen aufzuhalten, bis Verstärkung eintraf. Jeder der es versuchte gelang bis dahin problemlos an der 5er-Polizeikette vorbei.

Die übrigen (die wohl auf die Verhältnismäßigkeit der Polizei vertrauten) warteten friedlich auf die Unterstützung und wurden völlig unverhältnismäßig gekesselt. Eine wirkliche Begründung konnte die Polizei mir nicht sagen. Der übliche Verweis auf die allgemeine Gefahrenlage musste hier herhalten. Sinngemäß wohl: vorhin hat jemand einen Stein auf KollegInnen geworfen und jetzt halten wir euch halt mal fest.

Um es klar zu sagen: Gewalt ist keine Lösung. Aber Rache der Polizei darf es auch in Berlin nicht geben! Bleibt zu hoffen das die Demo ab 19 Uhr auf dem Boxi ohne weitere Gewalt abläuft.

Print Friendly, PDF & Email