Die heutige Liebig14 Demo wurde von der Polizei schon an der Ecke Rigaer Str. / Zellestr und damit vor dem geplanten Ende am Boxhagener Platz aufgelöst. Dabei standen auf dem Boxi bereits die entsprechende Beleuchtung bereit. Als Grund gab die Polizei an, dass der Anmelder die Demo selber aufgelöst hätte. Ich konnte dies nicht überprüfen.

Im Ergebnis kesselte die Polizei dann die DemoteilnehmerInnen an der Ecke Rigaer Str / Liebigstraße. So ganz nachvollziehbar war die Polizeistrategie nicht. Es schien eher so, als ob die Polizei vor der drohenden Räumung austesten wollte, von welchen Balkons etc. am Mittwoch eine Gefahr ausgeht. Damit unterstützte die Polizei im Ergebnis die Gewaltbereiten unter den DemonstrantInnen.

Geholfen ist den BewohnerInnen der Liebig 14 damit sicher nicht. Und mehr Unterstützung von Freiräumen in der Innenstadt Berlins wird so wohl auch nicht erreicht. Ich hoffe dass im Falle einer Räumung am Mittwoch gewaltfreie und kreative Aktionen für bestehende und neue Freiräume im Mittelpunkt stehen. Nicht zuletzt die gewaltfreien Castor- und Nazi-Blockaden haben gezeigt, wie sich gesellschaftliche Kräfte bündeln lassen.