Mahlsdorf fehlen Grundschulen. Dies ist seit längerem bekannt. Nach viel zu langer Debatte um den Standort Elsenstraße, scheint nun Klarheit zu bestehen. Die vorliegende Geruchsimmissionsprognose der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz kommt zu dem Ergebnis, dass die Richtwerte der GIRL (Geruchsimmissions-Richtlinie) für den geplanten Schulneubau eingehalten werden. Damit können die Schulplanungen endlich umgesetzt werden. Um bereits zum kommenden Schuljahr die notwendige Entlastung an der Kiekemal-Grundschule zu schaffen, erwarten wir von Senat und Bezirksamt umgehend Schulcontainer zu bestellen. Hier bietet es sich an, das Angebot des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg anzunehmen. Dieses bietet allen Bezirken an sogenannte fliegende Klassenzimmer, also Holzbau-Schulcontainer, zu errichten. Dies sollte am Standort Elsenstraße erfolgen.

Auch dafür haben heute morgen etwa 500 Schüler*innen und Eltern demonstriert. Es ist ein Problem, dass nach über einem Jahr Debatte noch immer keine Klarheit für das kommende Schuljahr besteht. Bündnis 90/Die Grünen setzen sich seit langem für die Reaktivierung des Standortes Elsenstraße ein. Hier soll wieder ein fester Schulstandort entstehen. Kurzfristig hilft nur ein Schulcontainer. Hierzu hab Bündnis 90/Die Grünen in der BVV einen entsprechenden Antrag eingebracht (Drucksache – 1762/VIII).

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, umgehend und ohne weitere Verzögerung Schulcontainer für den Standort Elsenstraße zu bestellen. Hierzu soll, wenn möglich, das fliegende Klassenzimmer, welches das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg anderen Bezirken anbietet, bestellt werden.

Begründung:

Die Situation von überfüllten Grundschulen spitzt sich zu. An der Kiekemal – Grundschule werden im Moment 179 Schülerinnen mehr als vorgesehen beschult. Im nächsten Jahr nochmal mehr. Durch jahrelange Fehlplanungen kann nun nur provisorisch Abhilfe geschaffen werden. Es müssen Container angeschafft werden. Es existiert ein Projekt „Fliegendes Klassenzimmer“ in Tempelhof Schöneberg, dass unser Bezirk übernehmen könnte.

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