Heute erreichte mich eine Vorlage zur Kenntnisnahme des Berliner Senates zur Schulentwicklungsplanung (Drs. 16/3393). Um die Planungen so transparent wie möglich zu gestalten, habe ich im folgenden den Teil der Marzahn-Hellersdorf betrifft rauskopiert.

Bezüglich der Gymnasien liegt laut der Vorlage noch keine Entscheidung vor. Schon vor einiger Zeit wurden Planungen bekannt das Otto-Nagel-Gymnasium zu einer Ganztagsschule weiter zu entwickeln. Ich unterstütze diese Planungen ausdrücklich. Für die Zukunft wünsche ich mir darüber hinaus die Weiterentwicklung der Schulen in Marzahn-Hellersdorf (auch der Gymnasien) zu Gemeinschaftsschulen. Ich werde daher die Erfahrungen der beiden bezirklichen Gemeinschaftsschulen genau verfolgen.

Schulentwicklungs-Teilplan für das Land Berlin – „Schulnetz Schulen der Sekundarstufe I“ – Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Planungsstand
Auf Grundlage des bezirklichen Schulentwicklungsplans 2008-2012 wurde ein Konzept zur Oberschulstrukturreform erarbeitet und den bezirklichen Gremien vorgestellt. Beschlussfassungen zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans – Teilplan Schulen der Sekundarstufe I – durch das Bezirksamt und die BVV werden nach einer Änderung des Schulgesetzes angestrebt.

Ausgangslage und Bedarfsentwicklung
Durch eine Vielzahl von Aufhebungen und Zusammenlegungen infolge des drastischen Rückgangs der Schülerzahlen der vergangenen Jahre ist im Sekundarbereich I inzwischen eine weitgehende Anpassung an die Bedarfssituation eingetreten.

Gemäß aktueller Modellrechnung sind ab 2010 erstmals wieder steigende Schülerzahlen im Sekundarbereich I zu erwarten. Bis 2017/18 wird mit einem Zuwachs von 18 % gerechnet. Auch in Marzahn-Hellersdorf wird die Zunahme im Gymnasialbereich (+23 %) stärker sein als bei den in der Integrierten Sekundarschule aufgehenden Schularten (+ 16 %).

Schulnetz Integrierte Sekundarschulen
Bei einer Organisationsgröße von 25 Sch./Kl. ist für 2017/18 ein Bedarf von ca. 42 Zügen Sekundarschule zu erwarten. Dafür werden voraussichtlich 9 bis 10 Standorte benötigt.

Der Bezirk beabsichtigt, den Vergleichsweise hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern in Sonderpädagogischen Förderzentren zugunsten der integrativen Beschulung abzubauen und erwartet deshalb einen etwas erhöhten Bedarf im Bereich der Sekundarschule. Geplant ist die Einrichtung von 10 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen mit einer Kapazität von insgesamt 44 Zügen. Damit wird der für das Ende des Prognosezeitraums berechnete Bedarf abgedeckt.

Im Rahmen des Konjunkturprogramms II werden drei bisherige Haupt- bzw. Realschulstandorte für die Belange der Integrierten Sekundarschule baulich hergerichtet.

Der Bezirk beabsichtigt die Einrichtung aller Sekundarschulen zum Schuljahresbeginn 2010/11.

Schulnetz Gymnasien
Die derzeit noch bestehenden Überhänge verringern sich sukzessive im Zuge der steigenden Schülerzahlen. Durch den geplanten Abbau von mobilen Unterrichtsräumen besteht 2017/18 eine ausgeglichene Versorgungssituation. Es liegt noch keine Entscheidung für ein Gymnasium vor.

Sekundarstufe II
Für eine Kooperation mit den künftigen Sekundarschulen stehen zwei gymnasiale Oberstufen an bisherigen
Gesamtschulen zur Verfügung.

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