Am Samstag (29.09.) fand im Umspannwerk Kreuzberg die von dem WSA organisierte Veranstaltung zu der Sanierung des Landwehrkanals statt. Die Veranstaltung sollte das gebrochene Vertrauen zwischen BürgerInnen und Wasserschifffahrtsamt wieder herstellen, um eine gemeinsame Arbeit nun zu ermöglichen. Hierzu wurde ein Mediatorenteam beauftragt einen Dialog zwischen AnwohnerInnen und WSA zu moderieren.

Wir fordern:
* Partizipations- und Entscheidungsmöglichkeit für alle BürgerInnen und Initiativen
* Beachtung der ökologischen Aspekte bei der Sanierung
* Schutz der Biodiversität am Landwehrkanal
* Keine unbesprochenen Baumfällungen
* Einrichtung einer „Notfallkomission“, in der sowohl einE VertreterIn der WSA, der Bezirke und der BürgerInneninitiative vertreten ist

Vorgestellt wurden vor dem Dialog elf mögliche Varianten einer Ufersanierung, die durch ein Ingenieursbüro erstellt wurden. Die geplante kurze einführende Klärung über Grundlage und Ziele des Mediationsverfahrens dominierte die Veranstaltung, die bis späten Nachmittag dauerte und ohne konkrete Pläne endete. Deutlich wurde das Misstrauen, dass zwischen AnwohnerInnen und Wasserschifffahrtsamt nach den Fällungen besteht. Offen blieben auch die Fragen, in wie weit BürgerInnen(-Initiativen) nun tatsächlich an den Planungen beteiligt werden, wie viel Mitspracherecht sie haben und wie viel Kompetenz und Verantwortung ihnen zugesprochen wird. Keine Angaben wurden, auch nach mehrmaliger Nachfrage, über die Dauer der Planung, Rahmenbedingen, Finanzierung und Rechtliche Grundlagen gemacht.

Dass die elf technisch möglichen Sanierungspläne erstellt wurden, ohne den ausdrücklichen Auftrag die ökologischen Aspekte zu beachten, stieß besonders von Seiten der Naturschutzverbände und der BürgerInnenintitiative auf große Kritik. Wichtig fanden alle Anwesenden die Frage des „Ersatzes“ der bereits gefällten Bäume. Von Seiten des Wasserschifffahrtsamtes hieß es hierzu, die Bezirke seien mit den Nachpflanzungen beauftragt worden und hätten Gelder dafür erhalten. In den Bezirken wird nun nachgefragt, ob diese Zahlungen erfolgt sind und wie der Stand der Nachpflanzungen momentan ist.

Um allen die Möglichkeit zu geben ihre Anliegen deutlich zu machen gab es gegen Ende der Veranstaltung 15 Minuten Zeit Gespräche an „runden Tischen“ zu führen und Stichpunke auf Zettel zu schreiben, die an Flip Charts geheftet wurden. Diese wurden abfotografiert und sollen demnächst auf landwehrkanal-berlin.de zu sehen sein. Dies ist die Internetseite des Mediatorenteams und soll die weiteren Planungen begleiten.

Als weitere Vorgehensweise wurde vereinbart ein weiteres Treffen in 6-8 Wochen zu veranstalten. Auf diesem nächsten Treffen soll der Dialog fortgesetzt und mit der Planung begonnen werden.

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