Mein Wahlkreistag im März führte mich mal wieder zu vielen Engagierten in unserem Bezirk. Zuerst besuchten wir den Kieztreff des DGB und sprachen unter anderem mit der Vorsitzenden des DGB Kreisverband Ost Dagmar Poetzsch. Seit 2004 sitzt der Kreisverband der DGB in den Räumlichkeiten an der Mehrower Alle 28 -34. In den Beratungen des Kieztreffs werden z.B. Sozialberatungen zu Hartz IV oder Beratungen zum Arbeitsplatz angeboten.

In unserem nächsten Gespräch traf ich mich mit Thorsten Höne, Leiter des „Nachbarschaftstreff Sonnenblume“. Die „Sonnenblume“ wird seit 3 Jahren im Auftrag der DEGEWO betrieben, träger ist die SOPHIA Berlin GmbH. Die kontinuierlichen Angebote der Sonnenblume reichen für die Bewohner von Musiktherapie, Gedächtnis- und Konzentrationstraining sowie als Prävention vor Unfällen hinzu Balance und Beweglichkeitstraining. Weiterhin gibt es auch in Zusammenarbeit mit der Polizei Beratungen zum Schutz vor Trickbetrügern an der Haustür. Eine Herausforderung in dem Kiez ist weiterhin die Vereinsamung gerade älterer Menschen. Weiterhin wünschten sich die Bewohner der Nachbarschaft einen Drogeriemarkt in räumlicher Nähe.

Als nächstes traf ich den Leiter der Jugendverkehrsschule des Bezirks Marzahn-Hellersdorf in der Erich-Kästner-Straße 100. Hier findet für Kinder im Grundschulalter ein Training für Verkehrsregeln und Radfahren statt. Schwerpunkt liegt auf der schulischen Radfahrausbildung der Marzahner und Hellersdorfer Schüler*innen der vierten Klassen. Im Verkehrsgarten können die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten erproben und werden von einem Verkehrssicherheitsberater der Polizei beraten. Zudem gehen die Mitarbeiter der Verkehrsschule mit dem Radmobil an die Schulen sowie in Kindergärten vor Ort. Mit Fahrrädern, Rollern und vielfältigem Spiel- und Lehrmaterialien ausgestattet soll den Kindern die Freude am Radfahren vermittelt werden. Zugleich wird über Verkehrsregeln, Gefahren im Straßenverkehr und die Verkehrssicherheit des eigenen Fahrrades informiert. Für die Schulen, die mit ihren Klassen in den Verkehrsgarten in der Erich-Kästner-Straße kommen, steht auf dem großen Außengelände ein Unterrichtsraum sowie ausreichend Fahrräder und eine Fahrradwerkstatt zur Verfügung. Auf dem Außengelände werden reale Verkehrssituationen nachgestellt. Hier üben sich die Kinder auf dem Fahrrad in Realitätsnahen Situationen und können nach bestandener Prüfung ihren Radfahrpass erhalten. Der Leiter der Verkehrsschule berichtete uns, die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen funktioniere gut, den direkten Kontakt zu den Schulen übernehme dabei die Polizei. Er erklärte uns weiterhin, wie bereits bekannt gäbe es in den letzten Jahren einen sehr großen Zuwachs an Familien im Bezirk. Dies zeige sich auch an den größer werden Kitas und Klassen, was hingegen für den Jugendverkehrsunterricht problematisch sei. Es bestehe nicht genügend Platzkapazitäten und nicht genügend Personal, um die zahlreichen Anfragen von Schulen und die vielen Schüler*innen in der Verkehrsschule zu unterrichten. Wünschenswert sei daher ein zweiter Standort im Bezirk.

Unsere letzter Gesprächspartner des Tages war Iris Krömling, Leiterin des Hauses 2 des Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf. Das Bezirksmuseum Marzahn Hellersdorf ist vertreten mit zwei Standorten. Zum einen dient das Haus 1, das alte Schulhaus auf dem Dorfanger von Alt-Marzhan als Raum für Sonderausstellungen sowie als Sitz des regionalgeschichtlichen Archivs. Das Haus 2, ist in der ehemaligen Heinz-Lüdecke-Bibliothek untergebracht. Hier werden seit 2012 die Dauerausstellung zur Geschichte des Bezirks sowie seiner Ortsteile gezeigt. In der Dauerausstellung wird in einem großen Bogen die Besiedelungsgeschichte Marzahn-Hellersdorf erzählt die bis zu den ersten Besiedelungen im 11. Jahrtausend v.Ch zurückreicht. Spannend sind hier auch die Bezüge zur Gegenwart, da auch heute noch immer wieder Flächen im Bezirk zu sogenannten Verdachtsflächen zählen. Das bedeutet, dass diese als potentiell archäologische Fundstellen zu überprüfen sind. Bestätigt sich dieser Verdacht, wie zuletzt bspw. in den Gärten der Welt werden diese Flächen zu Grabungsflächen, auf denen gezielt nach Archäologischen Funden gesucht wird. Der zweite Bereich der Dauerausstellung befasst sich mit den modernen Großsiedlungen des Bezirks nach 1976 und zeigt eine spannende Geschichte der Entwicklung der modernen Hochhaus und der Städtearchitektur der DDR. Der dritte Bereich des Hauses besteht aus einem Sonderausstellungsbereich, die Ausstellung zu Erich John Formgestalter in der DDR gezeigt wird. Neben diesen drei Ausstellungsbereichen gibt es ein extra angelegte Räumlichkeiten für den Museumspädagogischen Teil des Hauses. Das dauerhaftes Angebot für die Grundschulen und den Bereich Sek I wird durch einzelne Projektangebote ergänzt. So z.B. ein Projekten speziell für Willkommensklassen oder speziell zum Gut Hellersdorf. Gerade zum museumspädagogischen Bereich und ebenso für alle anderen Besucher bestehe der Wunsch, zukünftig diese Angebote auch Barrierefrei anbieten zu können. Dazu fehle es derzeit an geeigneten Zugängen. Schwierig gestalte sich für das Museum weiterhin auch die ausreichende Personalausstattung zu erhalten. Das Bezirksmuseum habe pro Haus eine Mitarbeiterin.

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