Die pauschale Kritik an den Ostermärschen ist mir unerklärlich. Nur weil etwas verbesserungsfähig ist, muss es ja nicht falsch sein. Ich frage mich insbesondere, was wir denn seit Kosovo gelernt haben! Mein Eindruck ist nicht, dass unsere Welt friedlicher geworden ist. Ich habe das Gefühl die Gebiete, wo wir Krieg führen, werden immer mehr. Also ist mir zumindest nicht ersichtlich, wie wir unser „gelerntes“ für den Frieden einsetzen?!

Ich habe das Gefühl das es sich hier einige sehr einfach machen. Zu sagen gegen Krieg zu sein ist pauschal, mag ja stimmen. Aber pauschal Krieg als die Lösung zu sehen, ist genauso falsch. Wichtig ist für die Konflikte nachhaltige Lösungen zu finden. Leider wird darüber immer weniger nachgedacht, da wir ja in den Augen vieler Menschen dafür unsere Bundeswehr mit ihren Tornados haben.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Frieden nur erreichen können, wenn wir Krieg als Lösungsmittel aus unseren Optionen streichen. Sonst werden wir immer in die Situation kommen, in denen Krieg „einfacher erscheint“ und andere Möglichkeiten nicht weiter in Erwägung gezogen werden.

Update, 11. April:

Offener Brief an Claudia Roth, Reinhard Bütikofer und Winfried Nachtwei zu deren Kritik an den Ostermärschen 2007 und der Friedensbewegung. Die UnterzeichnerInnen weisen diese massive Kritik zurück. Im Grünen Grundsatzprogramm steht, dass bündnisgrüne Außenpolitik den Werten der „ökologischen Verantwortung, der Selbstbestimmung, der internationalen Gerechtigkeit, der Demokratie und des Friedens“ verpflichtet ist. Daher ist für uns die Friedensbewegung keine Gegnerin, sondern Verbündete.

Hierzu die Antwort von Claudia Roth und Winfried Nachtwei!

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