Mein erster Wahlkreistag in 2019 begann mit einer Bürger*innensprechstunde im Büro von Bündnis 90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf. Im Anschluss besuchte ich die Schuldnerberatung des Vereins Julateg Finsolv an deren neuen Standort in Marzahn. Mit der Wörltitzerstraße 1a hat die Julateg nun einen zweiten Standort in unserem Bezirk eröffnet. Mit der Erhöhung der finanziellen Mittel für das Thema Schuldnerberatung im letzten Haushalt hat die Rot-Rot-Grüne Koalition hier für die Grundlage gelegt. Wir sprachen über landesweite Probleme wie fehlende Wohnungsunterkünfte im Bezirk sowie auch über sozialpolitische Schwierigkeiten wie die Reformen der Hartz IV Gesetzgebung. Die Übernahme von Mietschulden durch die sozialen Wohnhilfen im Bezirk funktioniere zudem in aller Regel gut.

Erkennbar ist jedoch eine deutliche Zunahme an Wohnungslosen im Bezirk. Immer mehr Menschen können trotz Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Hier setzen sich Bündnis 90/Die Grünen auch auf Bundesebene seit langem für notwendig Reformen ein. Mindestens die Hälfte der zusätzlichen Einkünfte sollten in meinen Augen den Hartz IV-Empfänger*innen bleiben. Ein weiteres Problem sei, dass die Schulden bereits in Generationen weitergegeben werden. Negative Schufa-Auskünfte erschwerten zudem die Wohnungssuche im Bezirk, aber auch berlinweit. In Zahlen bedeutet das für Marzahn, dass ca. 15 % Schuldner, davon min. 5 % mit negativen Schufa-Auskünften sind.

Als nächstes besuchte ich die neue Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) Energy, in der Fichtelbergstr.18b. Die erst seit Herbst 2018 eröffnete Einrichtung des Trägers Pad.e.V., hat das lange leerstehende Gebäude wieder mit neuem Leben gefüllt. Mit wenigen finanziellen Mitteln, viel Engagement und mit Spenden wurden zunächst die Innenräume und die Infrastruktur wieder hergestellt. Das Außengelände wurde von viel Wildwuchs befreit und hat so auch bereits bei den Nachbarn Interesse für den neuen Veranstaltungsort geweckt. Denn das soll er werden, nicht allein ein Kinder- und Jugendtreffpunkt, sondern auch ein kultureller Bezugspunkt für den Bezirk. Erste Konzerte wurden bereits veranstaltet und waren gut besucht. Für das Außengelände wird im kommenden Frühling ein Schülergarten auf dem Gelände eröffnet werden, der zusammen mit der Schule bewirtschaftet und auch für den Unterricht genutzt werden kann. Weiterhin sind zahlreiche und vielfältige Sportangebote geplant, für die das Außengelände noch hergerichtet werden soll.

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