Wohnungslosigkeit in Berlin ist seit Jahren eine große Herausforderung, deren Trend sich stetig fortsetzt: die Wohnungs- und Obdachlosigkeit nimmt kontinuierlich zu, Landes- wie Bundesweit. Der Berliner Senat geht mit der Umsetzung der neuen „Leitlinien der Wohnungslosenhilfe und Wohnungslosenpolitik“ einen ersten wichtigen Schritt.

ziel ist unter anderem die Steuerung der Unterbringung wohnungsloser Menschen sowie die Ausweitung des Angebotes an geeigneten Räumen zu verbessern. sowie die Hilfs- und Beratungsangebote bedarfsgerecht zu gestalten. Dazu wird es im Januar 2020 erstmals eine Obdachlosenstatistik geben, um auf dieser statistischen Grundlage die Basis für nachhaltige Maßnahmen gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit zu schaffen. Auf der Grundlage der erfolgten Zählung können so die Angebote konkretisiert und zielgruppenspezifischer (zum Beispiel spezielle Unterkünfte für Frauen o.ä.) gestaltet und umgesetzt werden.

Vorgesehen ist eine Zählung von obdachlosen Menschen, die vom bestehenden Hilfesystem bisher ungenügend erreicht werden und auf der Straße leben. Aktuell liegen nur Schätzungen vor. Sie reichen bisher von ca. 6.000 bis 10.0000 Menschen. Um die Zählung durchzuführen wurde die „Nacht der Solidarität“ ins Leben gerufen. Für die Zählung werden bis zu 1600 Freiwillige gebraucht. In kleineren Teams bestehend aus drei bis fünf Freiwilligen, werden zuvor festgelegte Bereiche abgelaufen. Die Teams werden von Teamleiter*innen angeleitet und in der Zeit von 22.00 bis etwa 1.00 Uhr unterwegs sein. Die dort angetroffenen obdachlosen Menschen werden zu einigen Themen kurz befragt und zahlenmäßig erfasst. Die „Nacht der Solidarität“ findet vom 29. auf den 30. Januar 2020 statt.

Interessierte Helfer*innen und Freiwillige können sich hier näher informieren und anmelden.

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