Mein erster Wahlkreistag im Jahr 2018 führte mich wieder zu spannenden Orten, diesmal in Biesdorf und Mahlsdorf. Zum Start besuchte ich das Sozialkaufhaus „Wird noch gebraucht“ am Blumberger Damm 16. Im Gegensatz zu vielen anderen Initiativen vergleichbaren Sozialkaufhäusern wird es von Frau Köhler privat geführt. Auch wenn der Raum für die vielen gut erhaltenen Gebrauchtwaren ein wenig klein ist, lohnt sich ein Besuch. Es steht allen Bürger*innen zum Einkaufen offen.

Im Anschluss war ich zu Gast im noch neuen „Bürgerstübchen“ in Mahlsdorf-Süd. Wenngleich es noch nicht das gewünschte Bürgerhaus ist, bietet es mit seinem etwa 40 Quadratmeter großen Raum dem Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e.V. seit Ende 2017 einen Anlaufpunkt für das Engagement im Stadtteil. Das Programm für die ersten Monate ist dann auch wirklich voll. Im Gespräch wird aber wieder deutlich, dass es in Mahlsdorf an öffentlichen Räumen für Veranstaltungen mangelt.

Einen Einblick in ihre Arbeit gaben mir anschließend die Mitarbeiter*innen der Jugendfreizeiteinrichtung „Am Hultschi“. Als einzige vergleichbare Einrichtung für junge Menschen für das große Siedlungsgebiet ergeben sich eigene Herausforderungen. Auch das fehlende Freibad sowie der schlechte ÖPNV wurde als Defizit benannt. Mitgenommen habe ich weiter für eine gute und sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendeinrichtungen zu arbeiten.

Am späten Nachmittag konnte ich dazu im Schloss Biesdorf mit Kulturstadträtin Julia Witt über die aktuellen Veränderungen sprechen. Der frühere Träger Grün Berlin hatte den Vertrag zum 1. Februar gekündigt und der Bezirk hat das Gebäude wieder übernommen. Ich sehe in den Entwicklungen eine Chance den Standort breiter zu entwickeln, als das die Grün Berlin bisher getan hat. Neben den Bildern aus dem Archiv in Beeskow, sollen auch Künstler*innen aus dem Bezirk einen Platz im Schloss finden.

Zum Abschluss des Tages besuchte ich den Bündnisgrünen Stammtisch. Thema waren dabei neben aktuellen Informationen zur TVO das Projekt Gemeinschaftsgarten-Biesdorf sowie der Radverkehr mit der spannenden Idee einer Radbahn entlang der U5. Diese wäre eine attraktive Trasse für den Radschnellweg Schlossplatz-Wuhletal.

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