Mit wie wenig Abfall („Zero Waste“) können wir leben? Was können wir in Mahlsdorf und Kaulsdorf als Teil der Nachbarschaft und Zivilgesellschaft machen? Welche Rahmenbedingungen muss die Politik im Land setzen, um Berlins Müllberge zu reduzieren? Georg Kössler, umweltpolitsicher Sprecher im Berliner Abgeordnetenhaus und Stefan Ziller, MdA laden ein zum Austausch und Diskussion. Als Input wird Georg Kössler seine Thesen zu Zero Waste in Berlin vorstellen, und über den Stand der Dinge und mögliche Ansatzpunkte in Berlin informieren.

***** Hintergrundinfo: Zero Waste für Berlin *****

In Berliner Privathaushalten laden jährlich mehr als 800.000 Tonnen Siedlungsabfälle in den Tonnen. 70% davon werden verbrannt und nur energetisch genutzt. Bei jeder Verpackung, die im Mülleimer landet, geht Energie verloren, Ressourcen werden verbraucht und die Umwelt belastet. Zero Waste ist das Konzept der Abfallvermeidung – Ressourcen werden werden wiederverwendet und möglichst geschlossene Kreisläufe geschaffen.

Zero Waste für eine Stadt mit 3,5 Millionen Einwohner*innen, das klingt nach einer verrückten Idee. Aber Schritte zu Zero Waste wären durchaus gangbar. Warum zum Beispiel gibt es kein Mehrwegsystem für Coffee-To-Go-Becher á la Festivalbecher, was vom Land unterstützt wird? Und warum werden Alt-Elektrogeräte auf den Wertstoffhöfen direkt verschrottet und keinem Funktionstest unterzogen?

Zero Waste ist in erster Linie Abfallvermeidung, denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst anfällt. Und es ist sogar europäische und deutsche Gesetzgebung mit der sogenannten Abfallhierarchie, nach der die Vermeidung der Abfälle oberste Priorität, gefolgt von Weiternutzung und Recycling hat. Erst dann ist die Verbrennung mit einem hohen Heizwert gestattet. Letztere Regelung wird wohl demnächst gekippt werden, Recyclingunternehmen und Umweltverbände hatten auf Einhaltung der Abfallhierarchie geklagt und moniert, dass zu viel Müll verbrannt wird.

Denn so sieht es auch in der Berliner Realität aus: Der Haus- und Gewerbemüll wird verbrannt. Für einen kurzen Moment wird zwar Energie erzeugt, langfristig wird aber vor allem die „Ressource Kunststoff“ zerstört, für deren Herstellung Erdöl genutzt wird.

****** Was macht die Stadtteilgruppe Mahlsdorf-Kaulsdorf? *****

Wir haben seit einiger Zeit auch eine Stadtteilgruppe Mahlsdorf-Kaulsdorf. Bei unseren Treffen diskutieren wir über alles was unser Wohnumfeld betrifft. Die Verkehrslösung Mahlsdorf, barrierefreie Gehwege, fehlende Straßenbäume, die weitere Renaturierung der Wuhle und vieles mehr. Alle Interessierten sind herzlich Willkommen mitzudiskutieren. Eine Parteimitgliedschaft ist nicht nötig.

»Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.«

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