Mit der Konstituierung des neuen Abgeordnetenhauses ist meine Zeit als Berliner Abgeordneter (vorerst) vorbei. Das – im Vergleich zu den Umfragen – schlechte Wahlergebnis von Bündnis 90 / Die Grünen hat nicht gereicht, damit ich als Kandidat meine Arbeit im Parlament fortsetzen kann. Ich möchte mich bei allen bedanken mit denen ich in der Zeit (mehr oder weniger gut) zusammenarbeiten durfte. Ich habe mich gerne für die Interessen meiner Stadt und meines Bezirks eingesetzt und auch persönlich in den vergangenen 5 Jahren viel gelernt. Auf dieser Seite habe ich über 650 Artikel zu meiner politischen Arbeit geschrieben und damit versucht meine Arbeit transparent zu gestalten.

Die gewonnene Zeit werde ich erstmal zum Sammeln von Berufserfahrungen nutzen. Meine politische Arbeit wird sich daher neu sortieren. Ich freue mich dabei auf mehr Zeit für die Arbeit im Netzwerkrat des Netzwerk Grundeinkommen, für meine Bezirksgruppe (Marzahn-Hellersdorf) sowie einige spannende Projekte.

In den letzten Wochen habe ich mein Büro aussortiert und für die weitere Nutzung leer geräumt. Dazu habe ich viele Ordner mit Unterlagen für meine NachfolgerInnen bereit gestellt, damit diese die Themen weiter bearbeiten können.

Am Dienstag (25. Oktober 2011) nahm ich an meiner letzten offiziellen Sitzung (Petitionsausschuss) teil. Insbesondere die Arbeit in diesem Ausschuss – der sich mit den Anliegen der BerlinerInnen befasst – hat mir viel Freude gemacht. Der kollegiale und an der Sache orientierte Umgang hat die Lösung vieler Probleme ermöglicht. So konnten wir in 28 Prozent der abschließend bearbeiteten Fälle (8581 in 5 Jahren) dem Anliegen ganz oder teilweise zum Erfolg verhelfen.

Den heutigen letzten Tag habe ich mit meinem Mitarbeiterinnen zum Abschluss gemütlich ausklingen lassen. Vielen DANK für die gute Zusammenarbeit auch an dieser Stelle! Am Freitag findet noch die Verabschiedung von der Fraktion statt. Ich wünsche den neuen und alten KollegInnen viel Kraft und Erfolg bei der Umsetzung des BündnisGrünen Wahlprogramms. Etwas Sorge bereitet mir der innere Zustand nach dem gescheiterten Start mit dem Eklat bei den Wahlen zum Fraktionsvorstand. Ich kann mich dabei nur unserem tollen Landesvorsitzenden anschließen.

Dazu brauchen wir kompetente Sacharbeit und eine arbeitsfähige Fraktion, die die Rolle als Meinungsführerin in der Opposition selbstbewusst ausfüllt. Das muss uns gemeinsam auch unter den erschwerten Bedingungen gelingen. Das erwarten wir als Partei von dem neuen Fraktionsvorstand und der gesamten Fraktion.

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