Ende Juni berichtete der Tagesspiegel von geplanten Baumfällungen in der Wuhlheide. Als Gründe wurden die angeblich mangelnde Sicherheit bemüht, in der langen Warteschlange entstehe ein dichtes Gedränge.

Ich habe den Senat zu den Planungen befragt.

In der Antwort erklärt dieser nun, dass nur ein Baum gefällt werden soll. Lesen sie folgend die vollständigen Fragen und Antworten.

Frage 3: Wie bewertet der Senat bzw. die Berliner Forsten den Vorschlag den Eingangsbereich zur Kindl-Bühne Wuhlheide durch Rodung zu vergrößern, um die
Wartezeiten zu verkürzen?

Frage 4: Welche Bedeutung hat für den Berliner Senat eine komfortablere Wartesituation für Konzertbesucher in Abwägung zum Erhalt der „im Weg stehenden“ Bäume?

Antwort zu 3 und 4: Bei der in Frage stehenden Rodung handelt es sich um einen etwa 60 Jahre alten Einzelbaum im Bereich des Osteingangs. Dieser Baum soll in Abstimmung mit dem Bezirk von Seiten des Betreibers gefällt werden. Diese Erweiterung ist Teil eines in der Bearbeitung befindlichen Konzeptes der Kindl-Bühne Wuhlheide, das weitere Möglichkeiten für eine verbesserte Gesamtsituation prüft, um unangemessen lange Wartezeiten für Konzertbesucher/-innen zu vermeiden.

Frage 2: Wie bewertet der Senat die Sicherheitssituation an der Kindl-Bühne Wuhlheide?

Antwort zu 2: Für die Sicherheit im Bereich der Kindl-Bühne sind der Betreiber der Kindl-Bühne Wuhlheide und die jeweiligen Veranstalter zuständig. Dem Senat sind diesbezüglich keine Probleme bekannt. Die beauftragte Sicherheitsfirma garantiert über differenzierte Einlasskontrollen eine gefahrlose Durchführung von Veranstaltungen.

Die Verkehrssicherheit bezüglich der Gefahren durch herabfallende Äste von Bäumen wird vom Grünflächenamt in Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege gewährleistet.

Frage 1: Welche Bedeutung haben die Baumbestände in der Wuhlheide für den Senat und Berlin und in welchem Zustand befinden sich diese?

Antwort zu 1: Die Wuhlheide ist zum überwiegenden Teil Erholungswald mit besonderer Bedeutung für Stadtklima, Naturhaushalt, Erholung und aufgrund seiner Naturnähe mit überregionaler Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz. Bei den Altbaumbeständen handelt es sich um Relikte bodensaurer Eichenwälder. Der Volkspark Wuhlheide entstand in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und umfasst intensiv genutzte Parkflächen und naturnahe Waldlandschaften. Das Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) mit der Kindl-Bühne Wuhlheide befindet sich auf einem kleineren Teil der Wuhlheide.

Der Zustand des Waldes wird zurzeit im Rahmen der Waldzustandserhebung durch die Berliner Forsten für den aktuellen Waldzustandsbericht erfasst. Insgesamt ist durch die intensive Mehrfachnutzung (Erholung, Wasserentnahme u.a.) von einer permanenten Belastung der Baumbestände auszugehen. Der Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin schätzt den Zustand der Bäume in der Wuhlheide als unterschiedlich, insgesamt jedoch als gut ein.

Danke an Christoph Lühr für das Foto!

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