Am 01. November 2008 wurde der Standort des Intensiv-Transport-Hubschrauber (ITH) „Christoph Berlin“ im Eilverfahren auf das Dach des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn (UKB) verlegt und damit mitten in dicht besiedeltes Wohngebiet. Ca. 3000 Flüge wird es Pro Jahr geben, also 8 Einsätze und damit 16 Flüge pro Tag –und im Gegensatz zu Steglitz darf hier der Hubschrauber auch in der Nacht starten und landen.

Die Zahl der Flüge steigt, viele davon sind Leerflüge, die nicht das UKB zum Ziel haben, sondern andere Kliniken. Diese Flüge sind eine unnötige und vermeidbare Belastung für die AnwohnerInnen. Auch bis jetzt flog Christopher vom Flughafen Tempelhof aus. Nach der Schließung, wurde auch der Hubschrauberlandeplatz verlegt. Eine Konsequenz, die nicht unbedingt nötig ist, die Erhaltung eines „Heli-Ports“ ist laut BürgerInneninitiative problemlos möglich.

600 AnwohnerInnen haben Beschwerde eingereicht. Die BürgerInneninitiative ist explizite Befürworterin der Luftrettung -nur eben nicht unnötig mit Stationierung in einem dichten Wohngebiet. Am UKB wird trotzdem festgeahlten, obwohl auch die möglichen Standorte Charité und Helios-Klinikum Interesse äußerten, die medizinische Versorgungsmöglichkeit mindestens gleichwertig ist und eine geringe Lärmbelastung von AnwohnerInnen durch angrenzende Waldgebiete und den Westhafen vorläge. Die BürgerInneninitiative hat ein Beschwerdeverfahren veranlasst, über das das Oberverwaltungsgericht am 08.Juni entscheiden wird. Die aktuellen Entwirklungen können auf der Internetpräsenz der Ini verfolgt werden.

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