Baumschutz ist Klimaschutz. Doch die Rot-Rote Koaliton macht aus der einst ökologisch vorbildlichen Berliner Baumschutzverordnung eine Baumfällverordnung. Im heutigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr lehnte sie ein bündnisgrünes Antragspaket zum Baumschutz ab. Darunter ein Antrag, die Baumschutzverordnung so zu ändern, dass sie dem Bundesnaturschutzgesetz gerecht wird. Darin wird das Prinzip des ökologischen Ausgleichs festgelegt. Danach ist der Ausgleich erfolgt, wenn die Funktionen des Naturhaushaltes wieder hergestellt ist.

In der vorliegenden Baumschutzverordnung hat der Senat jedoch die Pflicht dramatisch eingeschränkt, für gefällte Bäume neue Bäume zu pflanzen. Diese Änderungen sind ohne die Beteiligung der Umweltverbände beschlossen worden. Fachliche Einwände wurden ignoriert.

Mussten für eine gefällte Kastanie mit einem Stammumfang von 120 cm bisher acht neue Bäume gepflanzt werden, so reicht jetzt ein einziger Baum. Bei einem Stammumfang von 240 cm mussten bisher 16 neue Bäume gepflanzt werden – nun nur noch drei.

Bündnis 90/ Die Grünen werden auch in Zukunft dafür kämpfen den Berliner Bäumen wieder die Stellung zu geben, die sie in der Stadt und den Herzen der Berliner haben.

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