Die erste Landesdelegiertenkonferenz (LDK) 2008 wird ganz im Zeichen von bündnisgrüner Bildungs- und Familienpolitik stehen. So beschäftigt sich der umfangreichste Tagesordnungspunkt der LDK am 19. April mit „Grünen Wegen zur Gemeinschatfsschule“. Die wohl schärfste Auseinandersetzung findet dabei über den Umgang mit den Gymnasien statt. Schon im ersten Teil, der breit getragen wird, wird der Weg zur Gemeinschaftsschule aufgezeigt. Mit der rechtlichen Gleichstellung innerhalb der Schulstufen, werden die selektiven Privilegien der Gymnasien abgeschafft.

Die beiden Alternativen im zweiten Teil des Antrags unterscheiden sich vor allem darin, ob mit der rechtlichen Gleichstellung das Gymnasium abgeschafft wird oder der Name Gymnasium weiter erhalten bleiben soll. Ich unterstütze hierbei die Alternative B im Leitantrag. Es macht keinen Sinn so zu tun, als ob es das Gymnasium weiter existiert. Denn egal ob einige Schulen noch weiter Gymnasium genannt werden, am Ende des Reformprozesses unterscheiden sich die Schulen nur noch in ihren Profilen und Ausrichtungen, es gibt aber keine extra Schultyen für „sozial besser gestellte“ und GrünenwählerInnen! Ziel ist es die soziales Ausgrenzung die Gymnasien heute auszeichnen zu verhindern. Mit unseren Vorschlägen orientieren wir uns an dem was z.B: in Finnland erfolgreich vormacht, wie PISA uns immer wieder vorführt.

Ein weiterer von einer AutorInnengruppe erarbeiteter Antrag trägt den Titel „Gleiches gleich behandeln: Vielfalt der Familienformen anerkennen!“. Geplant ist, auch eine der beiden Landesvorsitzen und eine Beisitzerin neu zu wählen. Für die Nachfolge von Barbara Oesterheld, die am 19. April aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten will, kandidieren bisher Pia Paust-Lassen und Stefan Gelbhaar. Unter den weiteren Anträgen befindet sich auch ein Papier zum Immobilienmanagement der Berliner Bezirke.

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