Der Hamburger Koalitionsvertrag ist da, und schon beim ersten durchschauen wird klar: in der Bildungspolitik ist der vorliegende Vertrag kein Vorbild für Berlin. Die selektive Funktion des bisherigen Gymnasium wird erhalten. „Alle Kinder können auf eine Stadtteilschule übergehen. Auf das Gymnasium kann übergehen, wer nach dem Beschluss der Zeugniskonferenz die leistungsbezogenen Voraussetzungen für den gymnasialen Bildungsgang erfüllt.“ Damit konnte sich die GAL in den Verhandlungen mit ihrer Iniative 9 macht klug nicht durchsetzen.

Auch Bündnis 90 / Die Grünen Berlin beschäftigen sich an diesem Wochenende mit der BIldungspolitik. Der auf dem Landesparteitag zur Diskussion stehende Antrag besteht aus einem breit getragenen ersten Teil und 2 Alternativen zur Frage der Gymnasien. Im Vergleich zu den Hamburger Planungen sieht jedoch schon der ersten Teil die rechtliche Gleichstellung innerhalb der Schulstufen vor. Damit werden die selektiven Privilegien der Gymnasien abgeschafft. Die beiden Alternativen unterscheiden sich vor allem darin, ob mit der rechtlichen Gleichstellung das Gymnasium abgeschafft ist oder zumindest der Name Gymnasium erhalten bleibt.

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