Klimaschutzpolitik, die das Klima retten will, muss konsequent sein – und sie muss sofort beginnen. Also, lasst uns das Klima retten – werdet aktiv!

Beschluss der GRÜNEN JUGEND auf dem 29. Bundeskongress in Würzburg.

Über den Klimawandel redet mittlerweile jede und jeder. Doch gemessen an den vielen Worten fällt die Handlungsbilanz bisher extrem düster aus. Dies gilt für die Versprechen der G8 genauso wie für die EU und nationale Akteure. Auf Regierungsebene werden immer wieder Vorschläge zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen laut, die sich jedoch nie in Taten und Gesetzen widerspiegeln. Ob Besteuerung von Flugbenzin, Tempolimit auf Autobahnen, Abbau schädlicher Subventionen oder die Förderung von Erneuerbaren Energien zur Wärmeproduktion – tatsächlicher Klimaschutz geht schleppend bis gar nicht voran. Mit dem Neubau von verschmutzenden Kohlekraftwerken überall in Deutschland und der Privatisierung der Bahn wird klimapolitisch sogar ganz offensichtlich der Rückwärtsgang eingelegt. Leider ist der Protest dagegen bisher eher verhalten. Zwar gibt es immer wieder Aktionen von verschiedenen Gruppen und Organisationen, doch es fehlt der Druck der breiten Masse, ohne den ein Mentalitätswechsel nicht klappen kann.

Auch wenn wir als GRÜNE JUGEND meist sehr aktiv sind, können wir zum Thema Klimaschutz noch eine ganze Menge beitragen. Vom 29. Bundeskongress soll ein Signal ausgehen und in alle Landes- und Kreisverbände getragen werden: Wir werden aktiv gegen den Klimawandel! Angesichts der bisherigen Tatenlosigkeit wollen und müssen wir unsere Forderungen noch dringlicher nach außen tragen. Wir wollen uns vernetzen, gemeinsam Druck ausüben und gleichzeitig eine klimaschonende Lebensweise vorleben.

Am 8. Dezember, in mitten der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bali vom 3. bis 14. Dezember, findet der Global Climate Action Day statt. An diesem Tag werden überall auf der Welt Demonstrationen und Aktionen stattfinden. In Deutschland sind eine Demo in Berlin und eine Großaktion in Neurath, NRW, wo ein neues Braunkohlekraftwerk gebaut wird, geplant. Als GRÜNE JUGEND rufen wir dazu auf, sich daran zu beteiligen und gegen die klimaschädliche Politik der Großen Koalition und der Weltgemeinschaft zu protestieren, wenn es sein muss auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. Des Weiteren wollen wir die Wochen davor und danach nutzen, um mit Aktionen und Informationsständen in ganz Deutschland präsent zu sein.

Doch die Aktionen im Dezember dürfen nur ein Anfang sein. Wir müssen den Aktionismus weiterführen und immer wieder auf der Straße präsent sein. Gemeinsam mit anderen Organisationen und Gruppen wollen wir zudem die 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitätskonvention, die im Mai 2008 in Bonn stattfindet, nutzen, um das Thema Artensterben, Biodiversitätsverlust und Klimawandel stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Und wir wollen uns mit möglichst vielen Menschen an einem breiten Klimacamp im Sommer 2008 beteiligen, um zu zeigen, dass Klimaschutz für uns keine Phrase ist, sondern eine Lebenseinstellung, keine Last, sondern eine Chance für ein solidarisches und lebenswertes Miteinander.

Klimaschutzpolitik, die das Klima retten will, muss konsequent sein – und sie muss sofort beginnen. Also, lasst uns das Klima retten – werdet aktiv!

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