Lidl plant bereits seit längerem auf den Grundstücken Hönower Straße 97, Wodanstr. 43 und Giesestr. 96-102 einen neuen Lebensmittelmarkt zu bauen. In Mahlsdorf wird seit dem über die Zufahrten und die steigende Verkehrsbelastung diskutiert. Seit September 2016 gibt es nun einen neuen (aktualisierten) Bauantrag. Ich habe den Senat um eine aktuelle Bewertung der Situation gebeten. Demnach kann die bestehende Gehwegüberfahrt in der Wodanstraße (3m breit) als Lieferzufahrt genutzt werden, die gewünschte Verbreiterung auf 11,50m lässt sich aber nicht realisieren. Eine Lieferzufahrt in der Giesestraße ist nicht mehr vorgesehen. Eine abschließende Bewertung der geplanten Hauptausfahrt für Kunden, (Hönower Str. 97, ca. 20m südlich des Kreisverkehrs) steht noch aus. Klar ist aber, das es für durchgehende Radverkehrsanlagen einer grundlegenden Umgestaltung und abschnittsweisen Erweiterung des Straßenraumes bedarf.

Auch Lidl habe ich um eine aktuelle Informationen gebeten. Eine Antwort auf meinen Brief liegt noch nicht vor.

Frage 3: Wie bewertet der Senat in diesem Zusam-menhang die beantragte Kundenausfahrt und Gehweg-überfahrt in der Wodanstrasse?
Frage 4: Welche Auswirkungen hätten die Pläne für den ÖPNV, da sich direkt gegenüber der Ausfahrt in der Wodanstraße die Endhaltestellen von Buslinien befinden?

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf informierte dazu: „Es gibt einen neuen Bauantrag vom September 2016 indem die Gehwegüberfahrt zur Wodanstraße mit einer Breite von 11,50m Breite dargestellt ist. Sie soll auch als Lieferzufahrt dienen. Das SGA hatte bisher dahingehend Stellung genommen, dass die vorhandene Gehwegüberfahrt in der Wodanstraße (3m breit) im Bestand weitergenutzt werden könnte. Ein Neubau wie jetzt dargestellt, wird auch in Zukunft abgelehnt. Grund dafür ist die vorhandene Endhaltestelle des Busses. Bei einer Realisierung der Gehwegüberfahrt, wie in der neuen Planung dargestellt, könnte kein Bus mehr an der Endhaltestelle parken. Grund dafür ist die Fahrgeometrie von ein- oder ausfahrenden Lieferfahrzeugen die nur unter zu Hilfenahme beider Fahrspuren der Wodan-straße zum Lidl-Markt kommen würden. Aus diesem Grund wird auch weiterhin eine derartige Zufahrt abgelehnt.“ Wegen der Einschränkungen für den Buslinienverkehr trägt der Senat diese Auffassung mit.

Frage 5: Wie bewertet der Senat in diesem Zusammenhang geplante Wirtschaftszufahrt in der Giesestraße direkt am Kreisverkehr?

Diese wäre bei entsprechendem Abstand zum Kreisverkehr und der Anpassung der Lage der Bushaltestelle möglich, es gibt aber nach neuestem Stand keine Lieferzufahrt in der Giesestraße mehr.

Frage 6: Wie bewertet der Senat in diesem Zusammenhang die geplante Hauptausfahrt für Kunden, (Hönower Str. 97, ca. 20m südlich des Kreisverkehrs) auch hinsichtlich der Sicherheit des Radverkehrs?
Antwort zu 6: Hierzu berichtet das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: „In der neuen Planung hat diese Gehwegüberfahrt eine Breite von 11,50m. Die maximale Breite einer Lieferzufahrt darf 10m an der Grundstücksgrenze nicht überschreiten. Die Zufahrt muss hinsichtlich der Lage, auch insbesondere zum geplanten FGÜ, durch die Senatsverwaltung und die VLB1 geprüft werden.“ Der Radverkehr wird zurzeit mit dem Kfz-Verkehr in einer gemeinsamen Fahrspur geführt. Für durchgehende Radverkehrsanlagen bedarf es einer grundlegenden Umgestaltung und abschnittsweisen Erweiterung des Straßenraumes. Eine abschließende Bewertung ist derzeit nicht möglich.