Das Treiben von Sport ist gesund, macht Spaß und bringt Menschen zusammen. Sport ist ein wichtiger gesellschaftlicher Integrationsfaktor über Sprach- und Herkunftsbarrieren hinweg. Aber die hiesigen Sportanlagen sind in einem miserablen Zustand. Wie der Rest der öffentlichen Infrastruktur werden sie seit langem auf Verschleiß gefahren. Seit einigen Jahren versucht der Senat mit dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm (SSSP) gegenzusteuern. 60 Millionen Euro werden 2016 in die Sanierung von Schulen und Sportstätten investiert. 13,5 Millionen hiervon sind für die Sanierung von Sportanlagen eingeplant. Diese Summe verteilt sich auf 68 Projekte, vier davon in Marzahn-Hellersdorf.

  1. Die Frauensporthalle im Freizeitforum Marzahn (Marzahner Promenade 55) erhält 127.000 Euro für die Sanierung der Sportfläche.
  2. Die Sportanlage Grabensprung (Grabensprung 56) erhält 354.000 Euro für die Sanierung des Kunststoffrasenplatzes.
  3. Die Sportanlage Walter-Felsenstein-Straße (Walter-Felsenstein-Straße 16) erhält 273.000 Euro für die Sanierung des Kunststoffrasenplatzes.
  4. Das Freizeitforum Marzahn (Marzahner Promenade 55) erhält 120.000 Euro für die Sanierung der Sportfläche.

Auch mit diesen Mitteln wird sich aber der zunehmende Verfall der Berliner Sportanlagen nicht aufhalten lassen. Die Bezirke veranschlagen den zusätzlichen Verfall der Sportinfrastruktur innerhalb eines Jahres auf das dreifache der 13,5 Millionen Euro, die der Senat für 2016 zur Verfügung stellt. Der Senat verfolgt keine wirkliche Strategie zum Erhalt der wichtigen öffentlichen Infrastruktur. Stattdessen setzt er immer wieder auf Sonderprogramme und einen Flickenteppich von Investitionen. So lässt sich öffentliche Infrastruktur nicht dauerhaft und nachhaltig sichern.

Ich setze mich dafür ein, den Bezirken mehr Fördermittel für eine auch nachhaltige energetische Sanierung und Modernisierung von Sportstätten bereitzustellen. Sie sollen damit in die Lage versetzt werden, diese auch verwaltungsmäßig umzusetzen. Im Bereich der Schulsanierung setzen wir auf Schulgebäudeverwaltungen, die mit gebündelter Kompetenz im Auftrag der Bezirke und unter Einbeziehung aller Beteiligten zeitnah gute neue Schulen bauen und den Sanierungsstau von rund 2 Milliarden Euro bei den Schulgebäuden auflösen. Statt in immer neue und wirkungslose Sonderprogramme fließen die Gelder dazu direkt in die Bezirkshaushalten. Das vermindert unnötige Bürokratie.

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