Voraussichtlich Anfang September wird die Geflüchtetenunterkunft in der Zossener Straße eröffnet werden. Vorher soll es noch einen Tag der offenen Tür geben, an dem sich interessierte und neugierige Nachbar*innen einen Eindruck verschaffen können. Einen solchen Tag der offenen Tür gab es bereits vor der Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft am Blumberger Damm.

Wie aus einer schriftlichen Anfrage hervorgeht, sollen dort Geflüchtete einziehen, die bisher in drei Sporthallen in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg untergebracht sind – in der HTW Sporthalle Treskowallee, in der Sporthalle in der Rudolf-Leonhard-Straße und im OSZ Handel II (Marzahner Chaussee). Damit kann dann auch der Schul- und Sportbetrieb in diesen Hallen wieder aufgenommen werden. Im Anschluss an eventuell anfallende Renovierungsarbeiten.

Die Wohncontainer (Tempohome) in der Zossener Straße sollen bis zu 500 Menschen beherbergen können. Sie entstehen auf einer Brachfläche. Die Eröffnung sollte eigentlich bereits Ende Juni erfolgen, hatte sich aber verzögert. Auf dem Grundstück befanden sich Betonteile und Reste von abgerissenen Gebäuden, die erst ausgegraben und abtransportiert werden mussten. Die Teile für die Container wurden so lange an der Otto-Rosenberg-Straße zwischengelagert.

Bei der Unterkunft in der Zossener Straße handelt es sich um ein Pilotprojekt. An diesem Standort entsteht eins der ersten Containerdörfer für Geflüchtete. Insgesamt 30 solcher Dörfer in Leichtbauweise soll es bis Ende des Jahres in Berlin geben. Sie sollen zusammen Platz für 15.000 Menschen bieten. Jede Box hat 13 Quadratmeter Wohnfläche. Die Nutzungsdauer der Dörfer beträgt drei Jahre, daher rührt auch die Bezeichnung „Tempohome“.

Der Lageplan für das Containerdorf in der Zossener Straße findet sich hier.

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