Im Sinne einer Serviceorientierten Verwaltung, wollen wir ein gebündeltes Leistungsangebot für gutes Ankommen neu zugezogene Menschen mit und ohne Migrationshintergrund anbieten. Ein solches „Willkommenszentrum“ soll Anlaufstelle bspw. für Fragen der Unterbringung, zu Schul- und Kitaplätzen sowie zur gesundheitlichen Versorgung sein. Dabei soll es dort Information und Vermittlung zu weiteren Angeboten im Bezirk geben. Das „Willkommenszentrum“ fungiert als Schnittstelle zwischen den Kunden, Kundinnen und den zuständigen Ämtern, freien Trägern im Bezirk sowie den bezirklichen Hilfestrukturen.

Mit der Bündelung der bezirklichen Aufgaben, wollen wir Engpässe in einzelnen Bereichen vermeiden, denn die Bedarfe entstehen teilweise nacheinander (zuerst der Wohnungsbedarf, ggf. Schule, ggf. Sprachzertifikat). Die Verwaltungsfachleute erhalten Schulungen bezüglich der bestehenden Angebote in den Bereichen Schule, Jugend, Soziales, Gesundheit, Kultur und Weiterbildung und sind somit multifunktional eingesetzt. Sie informieren über das bestehende Angebot, verweisen an die richtigen Ämter und Ansprechpersonen, koordinieren Termine und händigen passende mehrsprachige Informationsmaterialien aus.

Ein Vorteil der Zusammenführung der bezirklichen Leistungen ist dabei die Chance die notwendigen Sprachmittler*innen an einem Ort vorhalten zu können. Zielgruppe sind auch geflüchtete Menschen die bezirklich untergebracht sind und jene mit anerkanntem Aufenthalt verschiedenster Art für die der Bezirk zuständig ist.

Hintergrund:

Mit der Entscheidung über den Asylantrag sind die Berliner Bezirke mit den verschiedenen Ämtern für die geflüchteten Menschen zuständig. Menschen deren Antrag abgelehnt wurde, werden bis zu ihrer freiwilligen Ausreise menschenwürdig und entsprechend der gesetzlichen Regeln behandelt. Für Menschen deren Antrag positiv beschieden wurde, haben wir aus unseren historischen Erfahrungen die Verantwortung unseren Beitrag für ein Ankommen und eine Integration beizutragen.

Der Senat hat Marzahn-Hellersdorf Ende des Jahres 2015 zehn neue Stellen für die kommenden Aufgaben zugewiesen. Dies kann nur ein Anfang sein. Wir wollen die bezirkliche Erbringung der Aufgaben über den akuten Bedarf sicherzustellen. Mit den „Willkommenszentrum“ haben wir die Chance, dies für die nächsten Jahre zu ermöglichen.