Die Planungen für die IGA 2017 werden konkreter. Im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhaues wurde im Januar eine Senatsvorlage (1554C) diskutiert. In diesem Zusammenhang erklärte der zuständige Staatssekretär nach einer Frage der bündnisgrünen Abgeordneten Nicole Ludwig zum Thema sozialverträgliche Eintrittspreise:

„Die Zusammenarbeit mit dem BA Marzahn-Hellersdorf sei diesbezüglich sehr gut. – Der Aufsichtsrat habe sich bereits mit dem Thema Gestaltung der Eintrittspreise befasst. Dazu seien Prüfaufträge erteilt und einige Ergänzungswünsche geäußert worden. Bis Mitte des Jahres solle das Thema geklärt werden, anschließend könne dem Ausschuss berichtet werden. Ziel sei es, die Ergiebigkeit realistisch abzuschätzen und gleichzeitig soziale Aspekte zu berücksichtigen, sodass beispielsweise Familien finanziell nicht überfordert würden.“

„die Seilbahnnutzung werde während der IGA im Ticketpreis enthalten sein. Dies sei eine Lehre aus Hamburg, denn dort habe die Seilbahn extra gezahlt werden müssen, was zu ziemlichen Verwerfungen geführt habe. In Berlin solle der Gesamtpreis so gestaltet werden, dass er verträglich und akzeptabel sei. Genau aus diesem Grund würden jetzt noch Untersuchungen durchgeführt.“

Auch zu den Baumaßnahmen am Kienberg gab er kurz Auskunft: „Seines Wissens seien die Prüfungen für die Infrastrukturmaßnahmen Kienberg/Wuhletal termingerecht abgeschlossen worden. Das Prüfergebnis liege vor, sodass die nächsten Schritte eingeleitet werden könnten. – Für den Pavillon sei der Zuschlag erteilt worden. Ein Vergleich zwischen Anmietung und Bau einer Bühne liege vor, die Einzelheiten habe er aber nicht parat. Er sage zu, den Vergleich zur Verfügung zu stellen, sofern er keine vertraulichen Firmendaten enthalte.“

Quelle: Inhaltsprotokoll der Sitzung (S. 37).

Aus der Senatsvorlage geht darüber hinaus hervor:

4. Verkehr

„Als Basiswert wird mit rund 2,4 Mio. Besuchern im Veranstaltungszeitraum der IGA Berlin 2017 gerechnet. Auf Grundlage des Modal Split wurden die Bedeutungen der einzelnen Verkehrsmittel für das Verkehrsaufkommen aufgeschlüsselt, so dass von 32% Anfahrten per PKW und 20% per Reisebussen auszugehen ist. 44% der Besucher werden den ÖV nutzen. Mehrere Varianten für eine Führung des Besuchershuttles werden diskutiert.“

6. IGA-Campus

Mit dem IGA-Campus entsteht südlich des Biesdorf-Marzahner Grenzgrabens ein Begegnungs-, Experimentier- und Lernort, in dem Kinder, Jugendliche und Studierende gemeinsam säen, ernten und kochen.

8. Seilbahn

„Die Seilbahnstationen befinden sich in Hellersdorf in Anbindung an die U-Bahn Station Neue Grottkauer Straße (U5), auf dem Kienberg und in Marzahn in den Gärten der Welt am Blumberger Damm (Talstation). Die Anzahl der Beförderungen ist auf Grund des erwarteten Besucheraufkommens auf maximal 3000 Personen pro Stunde und Richtung bei einem Füllungsgrad von 100 % und einer Fahrgeschwindigkeit von 6,0 m/s festgelegt. […] Die geplante Seilbahnanlage soll über den Veranstaltungszeitraum hinaus weiter betrieben werden. Sie soll als Attraktion für die Stadt Berlin dienen und im täglichen Verkehrsbetrieb das Gebiet Kienberg mit den Gärten der Welt an das U-Bahn Netz der Stadt anbinden.“

11. Zusammenarbeit mit Kleingärtnern

„Bundeskleingartenkongress 2017 – Ein Wochenende für die Gartenfreunde: Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde wird dem Bundesverband vorschlagen, den Bundeskleingartenkongress 2017 in Berlin stattfinden zu lassen und ihn mit dem geplanten Wochenende für die Gartenfreunde auf dem IGA-Gelände zu verknüpfen.“