Mit dem Neustart der Planungen der TVO und der vor kurzem gestarteten Initiative des Bezirksamtes für die Wiederaufnahme der Planungen für die Ortsumfahrung Ahrensfelde, ist es notwendig sich mit den Konsequenzen der Vorhaben und den Folgen für die Marzahner*innen zu beschäftigen. In den Veröffentlichungen von Bezirk aber auch des Senates zur TVO fehlen bisher Abschätzungen zu den negativen Folgen für die Großsiedlung Marzahn. Das Beispiel Maut-Sparer auf der A100 zeigt leider deutlich, was in Marzahn auf uns zu rollt.

Viele Brummis nutzen die A100 als Abkürzung auf dem Weg von Norden nach Süden (oder umgekehrt), um Zeit und Geld zu sparen. Dabei treten sie rücksichtslos aufs Gaspedal. Je nach Schadstoffklasse bzw. Achszahl kostet der Kilometer 12,5 bis 21.4 Cent Maut, die Kosteneinsparungen sind als deutlich. Schon heute beklagt der SPD-Abgeordnete Ole Kreins LKWs, die ganz die Autobahn meiden. Sie fahren in Adlershof ab, donnern über die Marzahner Rhinstraße, B2 oder B158 gen Norden. Oder umgekehrt. All dies ist ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Verkehrswelle auf der Märkischen Allee.

Das Bezirksamt, dass den Bau von TVO und der Ortsumfahrung Ahrensfelde forciert, ist in der Verantwortung über die Konsequenzen für die mit Inbetriebnahme deutlich stärker belasteten Straßen im Marzahn-Hellersdorf zu informieren. Welche Handlungsoptionen gibt es die Anwohner*innen bspw. der Märkischen Allee vor zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu schützen? Unter welchen Bedingungen ist eine Ausweitung der LKW-Maut auf die Gesamtstrecke von TVO und Ortsumfahrung Ahrensfelde möglich, um den finanziellen Anreiz für die Umfahrung mitten durch Marzahn-Hellersdorf und Köpenick zu reduzieren? Welche Konsequenzen haben die Planungen für den baulichen Zustand und mögliche Sanierungsnotwendigkeiten der Märkischen Allee?

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