Seit Jahren wird in Marzahn-Hellersdorf über ein Freibad diskutiert. Die Berliner SPD wollte ein Hallenbad auf dem Gelände des Tierparks in Friedrichsfelde. Die Linkspartei will ein Freibad im Biotop. Das Wernerbad ist heute nicht mehr genehmigungsfähig. Doch alle Ideen haben eins gemeinsam: Kein Freibad für Marzahn-Hellersdorf!

Was bleibt ist ein Vorschlag aus dem bündnisgrünen Wahlprogramm 2011: „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN fordern eine verbesserte ÖPNV-Anbindung der Großsiedlung an das Umland und die Badeseen.“ Denn rund um Marzahn-Hellersdorf gibt es sogar echte Badeseen. Doch wie kommt mensch ohne Auto dort hin?

Haussee (oder „Löhmer Haussee“ in Seefeld-Löhme)

In beiden Ortschaften Seefeld und Löhme existieren Badestellen und gastronomische Angebote. Für den Wanderer um den See eröffnen sich romantische Blickbeziehungen zu den beiden Orten, auf den See und über die Felder. (Quelle: Entwicklungskonzept Barnimer Feldmark (S. 5)). Der Löhmer Haussee ist mit dem Zug von Berlin-Lichtenberg über Ahrensfelde (NEB 25, stündlich) wahlweise bis Seefeld oder Werneuchen erreichbar. Mit dem Fahrrad kommt mensch über einen die B 158 begleitenden Radweg von Ahrensfelde über Blumberg bis nach Seefeld. Für Wanderer ist der See per Pedes (2. B. vom Bahnhof Ahrensfelde) innerhalb von ca. 2-3 Stunden zu erreichen.

Straussee (in Strausberg)

„Mehrere Badestellen, ein kleines historisches Freibad und eine idyllische Liegewiese bieten am Straussee ein Paradies für alle Bade-Fans.“ (Quelle: top10berlin.de). Erreichbar ist der See vom Bahnhof Strausberg Stadt (S5) entlang der Stadtmauer zu den ersten Liegewiesen. Wer die Badstraße weiter entlang läuft, kommt zu weiteren Liegewiesen.

Stienitzsee

Direkt am See befindet sich ein Strandbad mit Sandstrand, Sportmöglichkeiten und Gastronomie (Quelle: Seen.de). Am Großen Stienitzsee im Märkischen Oderland kann man zwischen Ruinen baden: Inmitten leer stehender Villen, hinfälliger Brennöfen und eingestürzter Fabrikgebäuden. Vom Bahnhof Strausberg aus (S5) ist man per Fahrrad in zehn Minuten am See. Am einfachsten radelt man von Strausberg aus kommend erstmal Richtung Hennickendorf und dann am Anfang vom Stadtteil Torfhaus rechts in den kleinen Waldweg, der direkt zur Badestelle führt. Dazu fährt auch der 950er Bus (stündlich) bis Hennickendorf Dorf (ca. 20 Minuten von Strausberg).

Bötzsee

Die Wasserqualität ist gut bis sehr gut. Der ganze Bötzsee ist fast durchgängig von Wald umgeben. An seinen Ufern finden sich Bestände von geschützten Pflanzen wie dem Buschwindröschen. An allen Seiten befinden sich zahllose kleine, „wilde“ Badestellen. Die Umrundung des Bötzsees ist auf einem frei zugänglichen Uferweg in etwa drei Stunden Fußmarsch möglich. Es gibt ein Seebad mit Sandstrand und Kinderspielplatz. Die Gastronomie ist auf Familien ausgerichtet. Für eine Partie auf dem Bötzsee steht ein Bootsverleih bereit.

Vom S-Bahnhof Strausberg fährt werktags der 949er Bus bis Eggersdorf (Strausberg), Mittelstr. (stündlich). Per Rad ist der See auf dem Europäischen Fernradweg ZR1 von Hönow entlang der L33 erreichbar.

Müggelsee

Der große Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Aus Marzahn-Hellersdorf ist fährt der 269er (Mo-Sa alle 20 Minuten) in einer halben Stunde ohne Umstieg zum Müggelschlößchenweg. Ein Verlängerung bis beispielsweise Alt-Marzahn und die Ausweitung auf Sonntage wäre in der Badesaison wünschenswert.

Dazu fährt der X69 aus Marzahn (Köthener Str.) ohne Umstieg nach Müggelheim. Von dort geht es zum Müggelsee sowie in die Müggelberge.