Heute haben in Berlin tausende Menschen für einen schnellstmöglichen Ausstieg demonstriert. Für mich ist die Atomfrage keine Frage wie jede andere! In den letzten Jahren und Monaten habe ich mich im Wendland und anderswo an Sitzblockaden, Menschenketten und Großdemos für die Energiewende beteiligt.

Ich begrüße ausdrücklich die Chance für ernsthafte Konsensverhandlungen zwischen Bundesregierung und Opposition sowie der Zivilgesellschaft. Einen KONSENS UM JEDEN PREIS kann es aber nicht geben! Wie die aktuelle Abschaltung von 13 der 17 Atomkraftwerke zeigt, ist ein sehr schneller Ausstieg versorgungstechnisch machbar und sachlich vertretbar. Denn jeder Tag den die Atomkraftwerke früher vom Netz gehen, ist ein Tag ohne das Risiko eines Super-GAUs und ohne neu produzierten Atommüll.

Ein bloßes Zurück zum alten Rot-Grünen Atomkompromiss kann es nicht geben. Fukushima verpflichtet uns nun schneller auszusteigen. So hat der Grüne Länderrat einstimmig die Sofortabschaltung von acht AKW’s und einen Ausstieg innerhalb der nächsten Legislaturperiode (spätestens 2017) gefordert. Die Regierungsäußerungen lassen befürchten: Das Rollback bei CDU/CSU und FDP ist in vollem Gange. Wir haben nicht vergessen, dass CDU/CSU und FDP jahrzehntelang schmutzige Deals mit den Atomkonzernen gemacht haben und Lobbyinteressen über BürgerInnenwillen zuletzt bei der maßlosen Laufzeitverlängerung stellten.

Print Friendly, PDF & Email