In der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr haben sich SPD und Linkspartei gegen eine Verlängerung der Metrotramlinien M4 und M17 bis zum Bahnhof Ahrensfelde ausgesprochen.

Einen entsprechenden CDU-Antrag – mit dem der Senat aufgefordert wird, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen – lehnten sie ab.

Bündnis 90 / Die Grünen unterstützen die Initiative der Prüfung der Wirtschaftlichkeit. Denn Berlin braucht mehr Straßenbahnen und das nicht nur in der Innenstadt.

Neue Straßenbahnverbindung im Nordosten Berlins schaffen (Drucksache 16/3123)

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, mittels einer Kosten-Nutzen-Analyse zu prüfen, inwieweit eine Verlängerung der Metrotramlinien M4 und M17 von der jetzigen Endhaltestelle Falkenberg bis zum Bahnhof Ahrensfelde wirtschaftlich realisierbar wäre.

Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 30. November 2010 zu berichten.

Begründung:

Mit der Verlängerung der heute in Falkenberg endenden Metrotramlinien M 4 und M 14 zum Bahnhof Ahrensfelde könnte eine direkte Verbindung zwischen den Ortskernen in Hohenschönhausen (Prerower Platz) und Ahrensfelde erreicht werden. Zudem würde für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler des Barnimgymnasiums im Ortskern Falkenberg sowie für die Besucher des Berliner Tierheims eine bessere Anbindung entstehen.

Die verkehrliche Infrastruktur im Nordosten Berlins ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es an leistungsfähigen Querverbindungen sowohl schienenals auch straßenseitig fehlt. Mit dieser Straßenbahnverbindung könnte eine der vielen Lücken im Schienennetz sinnvoll geschlossen werden. Darüber hinaus könnten die dort befindlichen, wichtigen Infrastruktureinrichtungen besser erreicht werden.

Eine Straßenbahnverbindung bietet sich nicht zuletzt auch deshalb an, weil sie umweltfreundlich und an dieser Stelle von der Leistungsfähigkeit her alternativlos ist.