Passend zur Veggi-Parade am kommenden Wochenende habe ich mal einige Argumente zu den Auswirkungen des Fleischkonsums und der damit verbundenen Massentierhaltung auf den Klimawandel zusammen geschrieben. Gleichzeitig habe ich einen „APPELL für den AUSSTIEG AUS DER MASSENTIERHALTUNG“ von über 300 Professorinnen und Professoren sowie weiteren Wissenschaftlern unterstützt.

(Massen)Tierhaltung verursacht einen großen Anteil unserer Treibhausgas-Emissionen – mindestens 51% der Emissionen entstehen durch die Fleischindustrie. Ein Kilo Rindfleisch entspricht den Emissionen von einer mehr als 250km langen Autofahrt, auf den durchschnittlichen Jahresverbrauch einer fleischhaltigen Ernährung bezogen sind es sogar 4.758km.

Mit einer Minderung der (Massen-)Tierhaltung könnten also nicht nur Emissionen verringert werden, sondern eine unglaubliche Ressourcenverschwendung eingedämmt werden. Denn ein Kilo Fleisch benötigt in der Zucht 7 Kilo Getreide. Diese Mengen an Getreide, die bei der (Massen-)Tierhaltung verfüttert werden, kommen zynischerweise gerade aus Ländern, in denen Hunger und Armut herrschen. Sie werden dort direkt benötigt!

Auch das mit der Futtermittelgewinnung benötigte Land birgt eine große Verwendung von Ressourcen, insgesamt verbraucht eine fleischhaltige Ernährung 80 mal soviel bewirtschaftetes Land und 100 mal mehr Wasser gegenüber einer fleischlosen Ernährung.

Dazu ist die Massentierhaltung durch ihre Abfallprodukte für die Verschmutzung der Gewässer verantwortlich. Antibiotika, Pestizide, chemische Düngemittel und weitere Chemikalien gelangen in die Gewässer, wo sie sauerstoffarme, tote Meereszonen verursachen. Andere Gase wie Ammoniak tragen zur Bildung von saurem Regen und zu weiteren Reaktionsketten gefährlicher Gase bei.

Dabei benötigt die wachsende Weltbevölkerung mehr Nahrungsmittel! Mit einer auf Fleisch basierenden Ernährung ist dies jedoch nicht zu bewältigen ist. Eine regionale Ernährung, die Fleischprodukte und Milchprodukte reduziert oder ganz weg lässt, kann eine 7-fachen Reduktion der Emissionen bewirken. Eine Ernährung, die das gesamte Fleisch und tierische Eiweiß durch pflanzliches ersetzt, reduziert den ökologischen Fußabdruck bis 2050 um 96%!

Biologische Anbaumethoden helfen dagegen bei der Bindung von Kohlenstoff. Würden alle Ackerflächen in biologischen Pflanzenanbau umgewandelt, könnte nicht nur der Welthunger besiegt, sondern auch 40% der Treibhausgase in der Atmosphäre absorbiert werden.

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