2011 ist das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit„. Die Europäische Kommission will damit die Rahmenbedingungen für Ehrenamt stärken, für die Beudeutung von Ehrenamt sensibilisieren und die Anerkennung von Freiwilligentätigkeit stärken.

Im Januar startet zu diesem Thema die Kampagne „Ehrenamt -Zeig dein Gesicht“. Die Internetplattform der awo, Landeszentrale politische Bildung Brandenburg und Sponsoren, soll einen Ehrenamtsatlas bieten, die Möglichkeit der Vernetzung von Freiwilligen und Organisationen untereinander, sowie Informationen bieten. Sie ist gestern unter ehrenamtsbotschafter.de online gegangen! Ich unterstütze die Kampagne gerne als „Ehrenamtsbotschafter„.

Bereits heute engagieren sich etwa ein Drittel der BerlinerInnen ehrenamtlich für das Zusammenleben in der Stadt in unterschiedlicher Weise. Auf ihren ausdauernden Einsatz ist Berlin angewiesen, doch nur selten wird dies ausgesprochen. In vielen Städten gibt es schon Formen ehrenamtlichen Einsatz in Form von Veranstaltungen, Gutscheinen und Ausweisen ein wenig anzuerkennen. Ab Januar 2011 sollen endlich auch in Berlin Freiwillige mit der Berliner Ehrenamtskarte belohnt werden. Wer sich seit längerem ehrenamtlich engagiert und auch vor hat dies weiterhin zu tun, hat Aussichten auf eine der 4500 Karten. Mit dieser gibt es zwei Jahre lang verschiedene Vergünstigungen in beispielsweise Museen, beim Staatsballett, im Konzerthaus, bei Hertha BSC und in vielen Sehenswürdigkeiten. Die Karten werden durch die Trägerorganisation vergeben, welche limitierte Exemplare von der Senatskanzlei, über ein Onlineformular, bekommen können.

Der einzige Anspruch an die Organisation, die die Karten an ihre Freiwilligen ausgeben will, ist, dass diese gemeinwohlorientiert ist, damit können auch freie Initiativen die Ehrenamtskarte bekommen. Alternativ können dich Ehrenamtliche direkt an das Ehrenamtsbüro ihres Bezirks wenden.

Leider wird die Karte nicht für alle Ehrenamtlichen ausgegeben, denn die Auflage von 4500 Stück reicht für die ca. 850.000 Freiwilligen in Berlin nicht aus. Die Auswahl wer eine Karte bekommt, bleibt bei den Trägerorganisationen selbst. Dies kann daher nur ein erster Schritt zu einer besseren Anerkennungsstruktur sein. Weitere werden hoffentlich folgen.