Heute hat die bündnisgrüne Fraktion im Abgeordnetenhaus einen Antrag für einen Regionalbahnhalt in Springpfuhl beschlossen und ins parlamentarische Verfahren eingebracht.

Ich freue mich, dass wir damit neben der mittelfristigen Realisierung der Nahverkehrstangente nun auch einen kurzfristigeren Beitrag zur Verringerung der verkehrlichen Belastung des Siedlungsgebietes im Osten Berlins auf den Weg gebracht haben. Die schnelle Verbindung von Springpfuhl in der Berliner Süden stellt eine attraktive Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Abgebotes dar.

Verkehrsverbindung zwischen östlichem Stadtraum und dem Berliner Süden schnell und preiswert durch Optimierung der Bahnanbindung verbessern

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Bahnhof Springpfuhl soll einen Regionalbahnhalt erhalten, damit eines der einwohnerstärksten östlichen Wohngebiete ab 2013 eine umsteigefreie Bahnverbindung erhält und die Regionalbahnlinie RB 24 von Bernau über Hohenschönhausen, Springpfuhl, Lichtenberg, Ostkreuz, Schöneweide Richtung BBI wirtschaftlich im 20-Minuten-Takt zwischen Lichtenberg und Schönefeld betrieben werden kann. Der Senat wird aufgefordert, diese Verkehrsleistung im Einvernehmen mit Brandenburg über den VBB auszuschreiben und zu bestellen.

Begründung:

Der Senat hat in dem Entwurf seines Stadtentwicklungsplanes Verkehr ein Defizit bei der Verkehrsanbindung des östlichen Stadtraumes mit dem Berliner Süden ausgemacht. Diese Feststellung trifft in erster Linie für die Bahnanbindung zu.

Die schnellstmögliche Lösung dieses tangentialen Erschließungsproblems besteht in der Ertüchtigung der vorhandene Bahnanbindung vom Berliner Osten in den Süden, so dass eine schnelle verlässliche Schienenverbindung entsteht. Damit wird nicht nur für die Fahrgäste ein besseres Angebot gewährleistet sondern es ist darüber hinaus möglich, große Teile des Individualverkehrs von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Auf Initiative des Landes Brandenburg wird künftig die Regionalbahnlinie RB 24 im Stundentakt von Bernau über Hohenschönhausen, Lichtenberg, Ostkreuz, Schöneweide Richtung BBI verkehren.

Mit einer geringfügigen Netzergänzung durch einen neuen Regionalbahnhalt am bevölkerungsreichen Bahnhof Springpfuhl und eine Ausdehnung der Taktfrequenz in den nachfragestarken Streckenabschnitten auf einen 20-Minutentakt ist es möglich, signifikante Verkehrsmengen von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Damit schon kurzfristig eine Entlastung der Straßen des östlichen Stadtraumes ohne langfristige und aufwändige Investitionsmaßnahmen stattfinden kann, die einer Verbesserung des Wirtschaftsverkehrs dienen und einer Senkung der CO2-Emissionen dienen, soll der Bahnhof Springpfuhl unverzüglich planerisch vorbereitet werden, statt die Kapaziäten der Verkehrsverwaltung mit fruchtlosen Variantenplanungen für die TVO zu verschwenden. Entsprechende Verkehrsverlagerungen auf die Schiene machen diesen Straßenneubau überflüssig.