In den vergangenen Wochen erreichten mich diverse Anfragen zu aktuellen Baumfällungen im Bezirk. In diesen Fällen gab es für die betroffenen BürgerInnen keine Information über Ursachen oder Nachpflanzungsplanungen. Mein Versuch im Bezirksamt direkt Informationen zu erfragen scheiterte leider. Daher bin ich der BündisGrünen BVV-Fraktion für ihren Antrag sehr dankbar.

Ich hoffe mit dem Bericht wird es möglich die Fällaktionen wenigstens im Nachhinein zu bewerten. Es ist traurig, dass es die von der Linkspartei geführte Abteilung Ökologische Stadtentwicklung bis heute nicht schafft, die BürgerInnen im Vorfeld von (ja meist geplanten) Baumfällungen zu informieren.

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, aktuell für die letzten drei Monate (Januar, Februar, März 2011) eine ausführliche Baumfällliste mit folgenden Angaben der BVV vorzulegen: Fällung wann, wo, wie viele Bäume, Baumart, Alter, Einschätzung der Qualität (gesund, welche Krankheit…), Fällungsgrund, für wen (bei Bauvorhaben, z.B.), Ersatzpflanzung wann, wo vorgesehen, durch wen. Der BVV soll in der April-Sitzung berichtet werden.

Begründung:

In den vergangen Monaten häuften sich größere Fällaktionen im Bezirk. In vielen Fällen waren die Bürgerinnen nicht bzw. nicht erfolgreich informiert, so dass gehäuft Anfragen die politischen Akteure bzw. die Naturschutzverbände erreichten.

Selbst Nachfragen im Bezirksamt trugen nicht dazu bei die Fragen der Bürgerinnen beantworten zu können. In einem bekannten Fall konnte im Bezirksamt nicht einmal eine aussagefähige Ansprechpartnerin benannt werden. Auch nach einer Woche war es dem Bezirksamt nicht möglich, Fragen – in diesem Fall zu Baumfällungen in der Hönower Weiherkette – zu beantworten.

Der erwünschte Bericht soll dazu beitragen, die vorliegenden Anfragen klären zu können und die politischen Akteure durch die geforderten Informationen in die Lage zu versetzen, das Amt für Ökologische Stadtentwicklung vor unberechtigtem Unmut zu schützen.

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