Parteiübergreifende Zusammenarbeit zwischen FDP und Grünen in Marzahn-Hellersdorf nimmt sich die Rettung des Wernerbades vor

Das Ende des Wernerbades scheint endgültig besiegelt. Zumindest, wenn es nach der CDU und den LINKEN im Bezirk geht. Sowohl die FDP als auch die Grünen geben sich jedoch nicht schweigend der aktuellen Lage hin, sondern behalten ihren Kampfgeist bei.

Einigkeit herrscht auch zwischen den Abgeordneten für Marzahn-Hellersdorf Sebastian Czaja (FDP), und Stefan Ziller (Grüne). Zum Thema Wernerbad erklärten sie übereinstimmend, dass die Zukunft des Wernerbades zwingend öffentlich diskutiert und entschieden werden müsse. Die Präsentation der Studie zur „Wiedereröffnung des Wernerbades in Mahlsdorf“ ist hier ein sehr guter Anfang, müsse aber ein Startschuss sein und nicht das endgültige Ende einläuten.

„Wir müssen gewissenhaft und nachhaltig alle Möglichkeiten prüfen, um den Badebetrieb am Wernerbad wieder aufnehmen zu können. Eines ist dabei sicher: Termine und Fristen werden wir nicht verschlafen“, so beide Abgeordnete. Nicht zuletzt machen die hochsommerlichen Temperaturen deutlich, wie zwingend erforderlich weitere Bademöglichkeiten in Marzahn-Hellersdorf sind.

Die Gleichgültigkeit und das fehlende Engagement des Bezirksamtes in Sachen Wernerbad sind erschreckend. Ein Hoffnungsschimmer ist jedoch geblieben, denn durch die Arbeit des Vereins „Freunde des Wernerbades e.V.“ gelang es, zumindest auf einige Fragen eine Antwort zu finden.

„Bedauerlicherweise ist es bisher nicht gelungen, die Diskussion aus den Hinterzimmern hervorzuholen“, erklärte Stefan Ziller. Leider, so ergänzt Sebastian Czaja, „sind die bisherigen Versuche die Diskussion mit dem CDU gestützten Verein auf eine breitere Basis zu stellen, an der Engstirnigkeit von Kollegen gescheitert. Das gilt es zu ändern“.

Allen Widrigkeiten zum Trotz erklärt sich das Duo aus FDP und Grünen im Bezirk engagiert und arbeitswillig, um zeitnah neue und alte Alternativkonzepte zu prüfen. Ein erster Schritt ist dabei bereits getan; parteipolitische Differenzen sind ausgeräumt. „Wir ziehen gemeinsam an einem Strang“, so versichern beide Abgeordnete.

„Die FDP in Marzahn-Hellersdorf hat bereits Vorschläge für einen finanziellen Beitrag des Bezirks zu einer Bademöglichkeit entwickelt“, so Sebastian Czaja. Darüber hinaus wird eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe, die „Task Force Wernerbad“ gegründet, in der Vertreter aus dem Bezirk, der BVV sowie die Abgeordneten Czaja und Ziller nebst Mitarbeitern tätig sein werden.

In besagter Arbeitsgruppe werden selbstverständlich auch andere Alternativen, wie mögliche Partnerschaften mit privaten Investoren im Sinne einer öffentlich privaten Partnerschaft (PPP) geprüft“ so Stefan Ziller. Hierzu bleibt jedoch eine aktive Unterstützung des Bezirks erforderlich, die erst einmal angeregt werden muss.

Beide Abgeordnete rufen alle Interessierten Mitbürger auf, sich an der Lösungssuche zu beteiligen. Ein weiterführender Dialog mit dem Verein „Freunde des Wernerbades“ bleibt dabei weiterhin wünschenswert.

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