In der letzten Zeit steht die Entwicklung des Ortsteilzentrums Mahlsdorf immer wieder im Zentrum der Diskussion. Sei es die Diskussion um den Regionalbahnhalt in Mahlsdorf, die Planungen eines neuen Einkaufszentrum (Hönower Straße – B1/B5 – An der Schule) oder auch die Frage von Bus (X54-Verlängerung zum S-Mahlsdorf) und Straßenbahn (Tram 62).

Nun gibt es zur Frage der Entwicklung der Straßenbahn eine aktuelle Antwort auf eine kleine Anfrage von Sebastian Czaja (FDP). Diese macht deutlich, dass die Planungen noch nicht sehr weit fortgeschritten sind.

Hier die wichtigsten Aussagen:

Antwort zu 1. und 2.: Die Infrastrukturmaßnahme zur Verlängerung der Straßenbahnstrecke (derzeit Linie 62) zum S-Bahnhof Mahlsdorf einschließlich des zweigleisigen Ausbaus in der Hönower Straße befindet sich derzeit in Untersuchung. Zur Vorbereitung des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens und damit der Herstellung der Baureife werden jedoch noch weitere umfangreiche Planungs- und Bewertungsverfahren erforderlich. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Ergebnis der noch ausstehenden Nutzen-Kosten-Untersuchung zu. In Abhängigkeit davon werden die weiteren Schritte zeitlich festgelegt.

Frage 3: Wie sieht der konkrete Plan zum Ausbau des Gleisbettes aus?

Antwort zu 3.: Hierzu liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die im Bereich Hönower Straße / Hultschiner Damm zwischen Rahnsdorfer Straße und Treskowstraße durchgehend zwei Richtungsgleise für die Straßenbahn ausweist einschließlich der Errichtung barrierefreier Haltestellen. In diesem frühen Planungsstadium kann jedoch noch nicht von einem endgültigen Plan gesprochen werden. Die konkrete Straßenbahnplanung ergibt sich auch aus den Abhängigkeiten zum geplanten Straßenausbau im Bereich Hönower Straße/ Hultschiner Damm, wozu derzeit noch Abstimmungen mit dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf stattfinden.

Frage 4: Wie hoch schätzt der Senat die Gesamtkosten für den Ausbau des Gleisbettes insgesamt ein?

Antwort zu 4.: Die Kosten für den Ausbau des Gleisbettes sind mit rund 5 Mio. EUR zu beziffern. Die Gesamtkosten setzen sich jedoch zusammen aus den Kosten für die betrieblich erforderlichen Anlagen der Straßenbahn, den Kosten für den straßenbahnbedingten Straßenbau und anteiligen Kosten für z. B. Leitungsbau, Lichtsignalanlagen, Grunderwerb, Kunstbauwerke, Provisorien während der Bauzeit. Der Senat geht davon aus, dass bei Hinzurechnung der genannten Kosten Gesamtkosten zwischen 9 und 13 Mio EUR entstehen werden.