Aktuell plant das Landesdenkmalamt die „Zerstörung ökologisch wertvollen Stadtgrüns“ (BUND) in der UNESCO-Weltkulturerbe Hufeisensiedlung. Und das ganze ohne Information und Beteiligung der AnwohnerInnen (die letzte Pressemitteilung der Senatsverwaltung ist von Mai 2010). Dieses Vorgehen der Senatsverwaltung ist eine Frechheit. Ich werde daher die Bürgerinitiative „Grünes Hufeisen“ unterstützen angemessen in die Planungen eingebunden zu werden.

Noch vor etwa 2 Jahren hat der Senat in einer kleinen Anfrage Berliner Siedlungen im Weltkulturerbe – Grünanlagen und Freiflächen im Retrolook? eine Beteiligung der BürgerInnen geplant. Es wird zu klären sein, warum dies nun unterblieben ist.

Frage 4.: Wird es bei der Gestaltung der Grünanlagen und Freiflächen eine Beteiligung der AnwohnerInnen geben? Wenn ja, wie sieht diese konkret? Wenn nein, mit welcher Begründung wird dies abgelehnt?

Antwort zu 4.: Die Bewohner der Siedlungen haben mit ihrem Nutzungsverhalten und ihren Nutzungsanforderungen prägenden Einfluss auf den Zustand und die Entwicklung der Siedlungen sowie auf deren öffentliche Wahrnehmung. Sie sollen über die Befriedigung ihrer eigenen Beratungs- und Informationswünsche hinaus zu eigenen Erhaltungsbeiträgen motiviert und als Multiplikatoren gewonnen werden. Ihre partnerschaftliche Einbeziehung in ein denkmalbezogenes Management ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für dessen nachhaltigen Erfolg.

Zur Einbeziehung der AnwohnerInnen in die Gestaltungskonzepte sind Bürgerversammlungen und Vorträge, Ausstellungen und Führungen; die Aufstellung von Informationstafeln in den Siedlungen wie z. B in der Großsiedlung Siemensstadt schon geschehen, Faltblätter zum Umgang mit den Denkmalen, aber auch Medieninformationen einschließlich Internetpräsentationen adäquate Mittel.

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