Licht ist mit positiven Assoziationen besetzt, Wohlstand und Modernität drücken sich in Licht aus. Licht ist Aufmerksamkeit. Im Streben danach beleuchten wir so viel wie möglich. Doch neben vielen positiven Effekten, haben „niemals schlafende Städte“ auch Schattenseiten. Licht verliert seine Eigenschaft als biologischer Zeitgeber. Dies hat für Mensch und Tier physische und psychische Auswirkungen. Auch ökologisch hat „Lichtvermutzung“ eine großen Einfluss. Lebewesen werden durch künstliches Licht angezogen und so aus ihrem Lebensraum gerissen. Artenverschiebung und damit ein Ungleichgewicht innerhalb der Ökosysteme sind die Folgen.

Weil Lichtverschmutzung ein relativ neues Thema ist, dafür aber allgegenwärtig ist, hat die Leibniz-Gemeinschaft einen interdisziplinären Verbund von Einrichtungen gegründet. Unter dem Titel „Verlust der Nacht“ werden die kulturellen, ökologischen, sozioökonomischen, gesundheitlichen Perspektiven erläutert – auch um Licht als Umweltvermutzung überhaupt erst zum Thema in Forschung, Politik und Diskussionen zu machen.

Etwas weniger wissenschaftlich hat auch die Grüne Jugend 2007 schon einen Beschluss zu Lichtverschmutzung verabschiedet.