Die Pläne des Wasserschifffahrtsamtes, als Reaktion auf unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen und die Übernutzung des Gewässers am Landwehrkanal großflächig den Baumbestand zu dezimieren, ist zu Recht auf den entschiedenen Protest der AnwohnerInnen und der Umweltverbände gestoßen. Auch wenn jetzt ein Baumfällmoratorium und die Prüfung von Alternativen zur Fällung einer Vielzahl von Bäumen vereinbart wurde, ist der weitere Umgang des Wasserschifffahrtsamts Berlin mit dem Baumbestand an Wasserstraßen unklar.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert daher mit einem parlamentarischen Antrag den Senat auf, gemeinsam mit dem Wasserschifffahrtsamt und den Betroffenen Bezirken eine Verfahrensweise zu den weiteren Maßnahem am Landwehrkanal zu vereinbaren.

Bereits in der Vergangenheit wurden Baumfällungen an Berliner Wasserstraßen ohne Einflussmöglichkeit der zuständigen Fachämter und ohne Information der AnwohnerInnen und der Umweltverbände durchgeführt. Ein solcher Zustand ist in einer Metropole wie Berlin, die sich zu Recht ihrer grünen Wasserstraßen rühmt und die das Engagement vieler BerlinerInnen für das städtische Grün bitter nötig hat, nicht hinnehmbar. zu nehmen – und das haben wir lange genug erlebt!

Das Wasser- und Schifffahrtsamtes muss endlich handeln. Bis zuletzt gibt es kein Konzept zur Sicherung der gefährdeten Bäume am Landwehrkanal. Das sture Festhalten an den Plänen zur Fällung von 41 Bäumen gefährdet viele Arbeitsplätze in den Berliner Reedereien! Der Senat muss hier endlich vermittelnd eingreifen. Die Sanierungsbedüfrtgigkeit der Kaimauern kommt nicht überraschend. Umso erstaunlicher, dass im Vorfeld keine Maßnahmen oder zumindest ein Konzept zur Sicherung des Schiffverkehrs gab. Es scheint, dass in den letzten Jahren die Unterhaltung der Wasserwege vernachlässigt wurde. Ausbaden sollen dass nun die Bäume und die Beschäftgigten der Reedereien.

Bündnis 90/Die Grünen setzen sich weiterhin für einen Erhalt der Bäume am Landwehrkanal ein, und erwarten nach den entsprechenden Sicherungsmaßnahmen eine schnellstmögliche Öffnung des Kanals für den Schiffverkehr.

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